• 08Dec

    Bei meiner letzten Reise nach Paris hat mich mein Bekannter Song, der mir als Couchsurfer Paris gezeigt hat, unter anderem auch in ein japanisches Restaurant mitgenommen, das die leckere traditionelle japanische Küche abseits von Sushi anbietet. Klar, Japan ist bekannt für Sushi, aber es hat aus so viele andere leckere Dinge hervorgebracht. Dennoch haben auch einige Spezialitäten ihren Weg auf die Speisekarte gefunden, die für mich persönlich eher zweifelhaft sind. Dazu gehört auch Nattō.

    Auf Grund meiner spärlichen bis nichtexistenten Französischkenntnisse habe ich mich mit ein wenig Unterstützung durch die Speisekarte gewühlt und habe mich bei der Vorspeise für Tunfisch mit Nattō entschieden. Bei der Bestellung wurde ich freundlich darauf hingewiesen, dass es einen “very special taste” hätte. Ich bin von einer Marinade ausgegangen und dachte mir, so schlimm kann es ja nicht sein. Also ja. Auch von dem “are you sure” habe ich mich nicht abbringen lassen.

    Nach einiger Zeit wurde ein Schüsselchen mit einigen Stücken rohem Tunfisch unter einer Bohnenpampe serviert. Also flugs furchtlos die Stäbchen in die Hand genommen und etwas von dem Nattō zwischen die Stäbchen genommen. Schon beim leichten Anheben zog es Fäden und sah nicht gerade vielversprechend aus. Es erinnerte mich eher an Essen, das man vor dem Urlaub vergessen hat und nach dem Urlaub entsorgen muss. Aber naja, ich habe es bestellt, jetzt muss ich es auch probieren. Der Geschmack hat mich nicht wirklich überzeugt und ist schwer zu beschreiben. Für mich hat es irgendwie muffig, salzig und gar nicht lecker geschmeckt. Ich hab zwar noch ein wenig mehr davon gegessen, mich aber dann doch entschieden, nur den Tunfisch darunter zu essen. Der war definitiv genießbar.

    Nattō besteht aus gekochten Sojabohnen, die mit einem Bakterium beimpft werden und dann im Warmen ihren Dienst verichten. Das Ergebnis ist ein Schleim von denaturiertem Einweiß.

    Mein Fazit – interessant es mal gesehen und auch probiert zu haben. Aber ich muss es definitiv kein zweites mal tun.

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