• 21Dec

    Eigentlich hatten wir uns mit Freunden getroffen um Plätzchen zu backen. Eine Tätigkeit, die einfach in die Vorweihnachtszeit gehört. Aber wie das so ist, da wir bereits früh angefangen hatten, waren wir schon am Nachmittag fertig, aber keiner hatte Lust nach Hause zu gehen. Wir hatten uns also darauf geeinigt, gemeinsam noch einen Film anzuschauen und was zu essen. Die Entscheidung mit dem Essen fiel dann mir zu. Und da an einem Sonntag die Einkaufsmöglichkeiten sehr begrenzt sind, habe ich im Vorrats- und Kühlschrank gestöbert und diverse Gläser mit eingelegten Tomaten, Artischocken, Sardellen und etwas Schafskäse zu Tage gefördert. Mit etwas Hefe und Mehl ließe sich da sicher was draus machen. Da wir nicht genug Käse hatten, war die Pizza aus dem Rennen, weswegen wir uns für den dicken Bruder der Pizza – die Focaccia entschieden.

    Focaccia ist vom Teig her eigentlich das gleiche wie eine Pizza, wird aber nicht so dünn ausgerollt, so dass das Ergebnis einem Fladenbrot ähnelt. Der Teig besteht in der Basis aus Mehl, Hefe, ein wenig Salz, ein wenig Zucker, Wasser und etwas Olivenöl. Man kann ihn aber auch problemlos um weitere Zutaten wie Nüssen, eingelegte Tomaten, Oliven oder frischen Kräuter erweitern. Ich habe auch schon Rezepte gesehen, die Würfel von San Daniele Schinken und gerösteten Fenchelsamen in den Teig tun. Das ganze wird dann ja nach Wunsch belegt und mit Olivenöl beträufelt.

    Da wir uns nicht einigen konnten, haben wir verschiedne Teile gemacht.

    Grundrezept für den Teig:

    • 500g Mehl
    • 20g Hefe
    • 350ml warmes Wasser
    • 1 TL Salz
    • 1 TL Zucker
    • 1 EL Ölivenöl

    Schritt 1:

    Lösen Sie die Hefe in warmem Wasser auf und fügen Sie Salz und Zucker hinzu. Geben sie das Wasser mit der Hefe und das Olivenöl zum Mehl und verkneten Sie es zu einem Teig. Es sollte ein geschmeidiger Teig werden. Kneten Sie ggf. alle weiteren Zutaten, die in den Teig sollen, ein. Stellen Sie den Teig an einen warmen Ort und lassen Sie ihn 30 Minuten gehen.

    Schritt 2:

    Kneten Sie den Teig, der inzwischen aufgegangen sein sollte, nochmals kräftig durch. Und lassen ihn für eine weitere Stunde gehen.

    Schritt 3:

    Kneten Sie den Teig kurz durch und rollen sie ihn dick auf einem Blech aus. Drücken Sie mit dem Finger Vertiefungen in den Teig. Wenn gewünscht belegen Sie den Teig mir Zutaten wie Schinken, eingelegten Tomaten oder anderen Dingen. Auch wenn sie keinen anderen Belag drauf tun möchten, bietet es sich an, frische Kräuter wie Rosmarin oder Thymian, Salz und Pfeffer drauf zu tun. Am Ende noch mit Olivenöl beträufeln, dass sich dann in den Vertiefungen sammeln kann.

    Schritt 4:

    Lassen sie den Teig nochmals ca. 15 Minuten ein wenig aufgehen. Schieben Sie danach das Blech bei 220°C für 20 – 25 Minuten in den Ofen.

    Tipps: Kleingeschnittene eingelegte Artischockenherzen eigenen sich nicht als Belag, da sie durch das Backen sehr hart werden können. Sardellenfilets geben dem ganzen eine leckere salzige Note. Wenn Sie mitgebacken werden, haben sie danach eine sehr pastöse Textur und zergehen mit einem leckeren salzigen Geschmack auf der Zunge. Warm essen ist durchaus angebracht, aber auch kalt ist es noch sehr lecker, da es nicht einfach ein lätschiges Stück Teig ist – wie man es ja von der Pizza kennt.

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