• 22Jan

    Welcher Mann kennt ihn nicht, den Wunsch des weiblichen Partners nach einem Frühstück im Bett. Die einfache Variante wäre es sich an den Spruch zu halten: „Wenn Du Frühstück im Bett willst, dann schlaf doch in der Küche!“ Dies ist zwar im ersten Augenblick gemütlich und einfach, aber für eine Beziehung wahrscheinlich nicht unbedingt förderlich.

    Die zweite Möglichkeit wäre es, einfach den Kühlschrank zu plündern und alles, so wie es aus dem Kühlschank kommt, neben den Stapel von Tellern auf ein Tablett zu packen, Tassen mit was zu trinken daneben und sich dann Richtung Schlafzimmer aufmachen. Das bringt einem zwar schon mal einen Pluspunkt ein, aber ist so ein Anblick wirklich das, was sie sich unter einem romantischen Frühstück im Bett vorgestellt hat?

    Aber Mann kann sich natürlich noch mehr Mühe geben, was später sicher auf die eine oder andere Art belohnt wird. Zum besonderen Frühstück im Bett gehört neben den Zutaten auch die Präsentation. Wenn man sich also schon die Mühe macht, Rührei, Speck, Rösti und gebackene Bohnen zu machen, dann wäre es doch nur schön, diese nicht einfach nur auf den Teller zu klatschen, sondern sich auch über die Darreichungsform Gedanken zu machen. Bei der Ideenfindung einfach ein wenig kreativ sein. Ich habe hier z.B. die Bohnen in alte (natürlich gespülte) Marmeladengläser gepackt und mit etwas Rührei abgedeckt. Das Rösti kam in kleine Gläschen, in denen in Frankreich Flan und Pudding angeboten werden. Darauf Rührei und Speck. Der Lohn dafür war eine freudestrahlende Frau.

    Da der Valentinstag in absehbarer Zeit vor der Türe steht, werde ich also schon mal anfangen mir Gedanken zu machen, mit was für einem Frühstück ich sie dann überraschen kann.

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  • 07Jan

    Nachdem es an Heilig Abend bei uns traditionell Raclette gibt, nutze ich die Feiertage um etwas aufwendiger zu kochen. Die Inspiration, was ich machen soll, habe ich mir beim Einkaufen geholt. Ich habe nicht erst nach Rezepten gesucht und dann alle Zutaten eingekauft, sondern habe mich vor Ort inspirieren lassen. Am 23. Dezember waren die Kühlschränke natürlich mit den verschiedensten Sachen auf einmal gefüllt, die es sonst über das Jahr verteilt gibt. Ich hatte also eine große Auswahl, aus der ich mich für Kaninchenkeulen entschieden habe. Dazu habe ich noch die Sachen gekauft, die ich wahrscheinlich brauchen würde. Erst zu Hause habe ich dann nach einem passenden Rezept gesucht, da ich bisher noch nie Kaninchen selber gemacht hatte.

    Dabei hab ich erst nochmal nachgeschaut, worin eigentlich genau der Unterschied zwischen Hase und Kaninchen liegt. So ganz klar war mir das nicht und das habe ich als kurze Erklärung gefunden: Auch wenn viele Heimtierhalter ihren Kaninchen gerne Hase nennen und auch der Begriff des Stallhasen bekannt ist, so ist es in aller Regel so, dass der Hase in der Freien Wildbahn lebt und nicht als Haustier gehalten wird. Auch beim Osterhasen ist es so - selbst wenn er immer öfter von zu Hause aus agiert. Der Hase an sich steht bei uns sogar unter Artenschutz und darf nicht eingefangen und auch nur zu bestimmten Zeiten gejagt werden. Auch in anderen Dingen unterscheiden sich Hase und Kaninchen recht stark. Hier ist eine interessante Gegenüberstellung zwischen Wildkaninchen und Feldhase.

    Nach einigem Stöbern bin ich dann bei einer geschmorten Kaninchenkeule stehen geblieben. Da aber hier das Fleisch einen Tag lang in einer Rotweinmarinade eingelegt werden muss, ist das Rezept nichts für auf die Schnelle. Durch das einlegen in den Rotwein, nimmt das Fleisch natürlich auch eine andere Farbe an - ein kräftiges Violett. Das führt auch zu dem etwas fehlfarben aussehende Bild der beiden Keulen aus dem Kochtopf, aber es trifft es ziemlich gut.

    Nachdem das Fleisch 24 Stunden mariniert und danach 1 ½ Stunden geschmort wurde, erhält man ein richtig weiches Fleisch, dass aber nicht trocken ist. Absolut lecker!

    Zutaten:

    • 2 Kaninchenkeulen

    Für die Marinade:

    • 100g Zwiebeln
    • 70g Möhren
    • 70g Sellerie
    • 70g Lauch
    • 1 EL gehackte Petersilie
    • 500ml Rotwein
    • 2cl Cognac oder Calvados
    • 2 Lorbeerblätter
    • 1 Knoblauchzehe
    • ½ TL Pfefferkörner
    • 1 Orange (Saft davon)

    Außerdem

    • 100g durchwachsener Speck
    • 50g Zwiebeln
    • 50g Möhren
    • 1 TL Mehl
    • 1 TL Salz
    • 2 TL Paprikapulver edelsüß
    • 2 Nelken
    • 1 Thymianzweig
    • 1 unbehandelte Orange

    Schritt 1:

    Die Kaninchenkeulen waschen, trocken tupfen und überschüssige Häute entfernen. Die Kaninchenkeulen in einen Gefrierbeutel geben und das gewürfelte Gemüse, die in Scheiben geschnittene Zwiebeln, zerdrückte Knoblauchzehe, zerstoßene Pfefferkörner, Lorbeerblätter und die Petersilie dazugeben. Wein und Cognac und den Orangensaft zugießen und den Gefrierbeutel möglichst ohne Luft verschließen und für mindestens 24 Stunden im Kühlschrank marinieren.

    Schritt 2:

    Das Fleisch aus der Marinade nehmen und trocknen. Die Marinade abseihen und für später aufbewahren. Speck würfeln und in einem schweren Topf oder Kasserolle auslassen. Die Keulen von allen Seiten gut anbraten.

    Schritt 3:

    Kleingeschnittene Möhren und Zwiebeln zugeben, mit dem Mehl bestäuben und einige Minuten anbraten. Mit der Marinade ablöschen, Salz, Paprika, Thymian und Nelken zugeben. Bei schwacher Hitze ca. 80 Minuten garen, bis das Fleisch weich ist.

    Schritt 4:

    Fleisch herausnehmen, die Sauce passieren, die Orange als Saft oder Orangenscheiben zugeben und kurz aufkochen. Das Fleisch zugeben und 5 Minuten in der Sauce ziehen lassen. Mit Beilagen servieren.

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