• 05Mar

    Unsere Reise nach Wien hat uns aber nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und in Kaffeehäuser geführt, sondern auch andere Gaumenfreuden bereit gehalten. Als erstes stand der Gang über den Wiener Naschmarkt für uns auf dem Programm. Es ist der größte Markt von Wien, auf dem man sicher fast alles erhält. Zumindest alles, was mit Essen zu tun hat. In unzähligen festen Buden werden einem Obst und Gemüse, Getrocknetes, Eingelegtes und Gewürze angeboten. Daneben gibt es eine gute Auswahl an Fisch, Fleisch und Käse. Auch die Marktstände, die eigentlich schon kleine Restaurants sind, laden zum reinsitzen ein und bieten leckeres Essen an. Es gibt aber auch Stände, die sich von der Masse abheben. In einem werden unzählige Sorten von Essig feilgeboten – natürlich mit entsprechender Beratung.

    Geöffnet ist der Naschmarkt von Montag bis Samstag und ich kann nur jedem Wien-Besucher empfehlen, sich hiervon einen Eindruck zu verschaffen. Da wir im Winter da waren und das Wetter dazu auch noch nicht mitgespielt hat, haben wir beschlossen wiederzukommen, wenn es wärmer ist. Dann werden wir erst über den Naschmarkt schlendern, Brot, Früchte, Käse und Antipasti einkaufen und uns dann mit all den Köstlichkeiten ins Grüne zu setzen. Eine Vorstellung auf die ich mich schon riesig freue. Ich wünschte, ich hätte einen solchen Markt auch zu Hause, aber das bleibt Wunschdenken.

    Aber natürlich war der Naschmarkt nicht unsere einzige Etappe, was gutes Essen angeht. Wir haben uns abends zu einem über die Grenzen Wiens hinaus bekannten Schnitzel-Tempel aufgemacht. Wer an ein original Wiener Schnitzel denkt kommt am Figlmüller in der Wollzeile nur wenige Minuten vom Stephansdom entfernt nicht vorbei. Nachdem wir uns in die Schlange der auf einen Platz Wartenden eingereiht hatten, kriegten wir nur kurze Zeit später einen Platz ganz in der Nähe des Eingangs. Von hier aus konnten wir den Strom der Gäste beobachten, die nach dem Sightseeing, vor dem Ball in Kleid und Smoking oder einfach nur zum Essen für einen Platz anstanden. Wer nicht reserviert hat muss hier abends durchaus eine Wartezeit in Kauf nehmen. Da aber viele Leute nur zum Essen und nicht zur abendfüllenden Gemütlichkeit kommen, ist die Wartezeit doch verhältnismäßig kurz (als wir dort waren ca. 10 – 15 Minuten).

    Immer wieder haben wir gesehen, wie Kellner Tabletts mit wagenradgroßen Schnitzeln durch die Gegend getragen haben. Da wie aber wegen unserer Probiererei auf dem Naschmarkt nicht den größten Hunger hatten, entschlossen wir uns, zur anderen Wiener Delikatesse – dem Tafelspitz mit Apfelkren und Rösterdäpfel zu greifen. Beschreiben kann ich das am Besten mit einem Wort: köstlich. Zusammen mit dem dazu passenden Figlmüller Wein hatten wir so einen schönen Abschluss unseres ersten Tages.

    Für unseren zweiten Abend haben wir uns dann vom Wiener Essen verabschiedet und haben ein empfehlenswertes vietnamesisches Restaurant, das auch in unserem Stadtführer erwähnt wurde, ausgesucht. Am Getreidemarkt ist das Saigon, welches durch die Nähe des Karlsplatzes verkehrsmäßig gut zu erreichen ist. Hier bietet sich dem Gast eine große Auswahl an leckeren authentischen vietnamesischen Speisen, die zu dezenten Preisen aufwendig serviert werden. Das Huhn mit Ananas wurde in der halbierten Ananas auf Schnüren von rote Beete und Möhren serviert und mit Orchideenblüten dekoriert. Auf jeden Fall was für die Augen. Aber das war nicht das einzige. Das Essen war lecker und der Service gut. Ich kann es nur empfehlen, hier mal vorbeizuschauen.

    Mal schauen welche Restaurants wir bei unserem nächsten Besuch antesten. Auf jeden Fall freue ich mich schon drauf.

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