• 24Jun

    Für meine Tauschpaket-Partnerin habe ich neulich dieses Stäbchen-Etui genäht. Es ist relativ einfach herzustellen, total süß und vor allem etwas persönliches und absolut individuelles.

    Man könnte es ganz einfach mit nur einem Stoffdreieck herstellen, wenn einen die umgenähten Kanten optisch nicht stören. Etwas hübscher und aufwändiger ist es aber, wenn man noch einen Futterstoff für innen verwendet. Man braucht also 2 dreieckige (gleichschenklige, das Bild unten ist nur perspektivisch verzerrt!) Stoffteile. Die Maße ergeben sich aus der Länge der Stäbchen, die man verwenden möchte. Die Längsseite/Hypotenuse des Dreiecks sollte diese Länge plus mindestens 12 cm sein (je 5 zum Umschlagen + Nahtzugabe). Für normale 0815-Stäbchen (etwa 20cm) also mindestens 32 cm.

    Wenn man den äußeren Stoff verzieren möchte, ist dies der nächste Schritt. Ich habe hier eine Spitzenbordüre aufgenäht und ein Samtband darüber angebracht, um den Übergang zu kaschieren:

    Dann legt man beide Stoffteile rechts auf rechts aufeinander und steckt sie fest. (Möchte man ein Band zum späteren Verschließen miteinnähen, so kann man dies in diesem Arbeitsschritt tun. Dafür das Band so an der [rechtwinkligen] Spitze  feststecken, dass das lange Ende innen zwischen den Stoffteilen liegt.)

    Dann vernähen und eine etwa 5 cm lange Öffnung lassen. An den 3 Spitzen kann man den Stoff kürzen und keilförmig einschneiden, dann hat man hinterher nicht so große Knubbel (kein Bild). Durch die Öffnung den Stoff dann auf rechts drehen.

    Anschließend von Hand die Lücke vernähen und die Kanten flach bügeln. Wenn man sehr geschickt ist, kann man die Öffnung  auch mit der Maschine zunähen, im nächsten Arbeitsschritt, wenn die eine Ecke umgenäht wird. Aber mir war das zu kniffelig.

    Die Ecke ca. 5 cm nach innen klappen, feststecken und vernähen.  (Die Stäbchen einfach mittig hinlegen und damit die Ecke abmessen oder eben die 5 cm abmessen, man ist mit der “freien” Ecke sowieso variabler, welche Stäbchenlänge man einpacken kann).

    Stäbchen mit den Spitzen in die umgenähte Ecke stecken, zweite Ecke nur umschlagen und einwickeln:

    Man kann nun auch das Etui im leeren Zustand zusammenwickeln und dann jeden Knick mit dem Dampfbügeleisen oder besser noch mit einem feuchten Tuch darüber bügeln, dann hat man die Knicke vorgegeben und das Etui lässt sich später leichter zusammenrollen:

    Ich habe – wie ihr im ersten Bild oben seht – diese Version ohne Bändchen genäht und stattdessen zum Verschließen ein separates Band verwendet. Diese Woche habe ich dann gleich noch einen zweiten Versuch gestartet, für den Oberstoff 2 Teile zusammengenäht und einen Knopf an die Spitze gesetzt. Mit einem Gummiband (hier ein Haargummi) kann man dann den Knopf „einhaken“. Hier 2 Bilder davon (hier habe ich die Öffnung zum Wenden am 90° Winkel gemacht, das kann ich nicht empfehlen, man sieht es nachher zu sehr. Lieber die Ecke offen lassen, die man nachher umnäht):

    Oder eben die Bändchenversion, an dessen Ende ein Knopf/Perle etc. genäht wird. Man kann dann das Band mehrmals herumwickeln und den Knopf einmal durchstecken, dann ist alles „festgezurrt“. Das werde ich dann bald mal in einer dritten Version ausprobieren und diesen Beitrag ergänzen.

    Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nähen und hoffe, dass ich alles verständlich erklärt habe. Wenn nicht, einfach fragen! Und ich würde mich freuen, Eure Ergebnisse zu sehen!

  • 15Jun

    In meinem letzten Bento habe ich als Container für Saucen kleine Förmchen aus Brot gemacht. Damit spart man sich nicht nur das Spülen der Silikonförmchen, es ist auch noch lecker!

    So wird´s gemacht:


    Für kleine Saucenbehälter nimmt man am besten eine Mini-Muffinform, für größere Speisen – z. Bsp. für Salat – eine normale Muffinform. Einfetten braucht man die Formen nicht.

     

    Als nächstes sticht man die Brotkreise aus. Entweder mit einem Kecksausstecher oder mit einem Glas, wenn man keinen Ausstecher in passender Größe hat. Hauptsache rund. Toast lässt sich gut ausstechen, normales Brot sollte man vorher in sehr dünne Scheiben schneiden.

     

    Dann die Kreise ein wenig plätten und in die Muffinformen drücken, so dass sich ein Rand bildet.

     

    Dann bei 180 °C etwa 5-10 min backen, bis die Formen leicht braun werden. Fertig!

     

    Man kann gleich einen ganzen Schwung davon machen und die Förmchen in einer Kecksdose aufbewahren. Aus den Resten vom Brotausstechen habe ich Croutons für den Salat gemacht, so verkommt nichts.

  • 18Apr

    Im ersten “How to” werde ich zeigen, wie ich die Würstchenblumen aus diesem Bento gemacht habe.

    Zuerst verquirrlt man ein Ei und macht daraus in einer Tamagoyaki-Pfanne eine Ei-Scheibe (aus einem Ei bekomme ich 2 dünne Scheiben, meine Pfanne ist aber auch recht klein). Abkühlen lassen.

    Derweil ein Mini-Würstchen “köpfen” und einschneiden. Anschließend anbraten, damit sich die Einschnitte weiter spreizen:

     

    Nun die Längsseiten einer Eierscheibe aufeinanderlegen und die geschlossene Seite gleichmäßig einschneiden (etwa zu einem Drittel). Wenn man zu lange Blütenstreifen macht, hängen diese nachher arg hinunter:

    Das Würstchen in die Eierscheibe einwickeln und mit einem halben Zahnstocher oder einem Foodpick feststecken:

    Fertig!