• 11Jul

    Jippieee! Meine Überraschungstüte mit dem Preis vom Bentowettbewerb ist angekommen. In der Tüte waren:

    eine Bentobox von “Natural Lunch Time”, die dazu passenden Stäbchen, Tasche und Gummibänder. Dann noch zwei Eierformer, einen Würstchen-Shaper und japanische Süßigkeiten.

    Vielen Dank, Neko-Chan!

    Filed under: Verschiedenes
    No Comments
  • 05Mar

    Bisher habe ich Essig immer nur mit Kochen oder Salatsoße in Verbindung gebracht – zumindest im Kontext der Nahrungsmittel. Zum Reinigen kann man ihn natürlich genauso verwenden wie für das nette Experiment in dem man ein Ei für einige Tag in Essig legt. Der Kalk des Eis wird komplett abgebaut und zurück bleibt ein weiche Schale. Aber ich schweife vom Thema ab.

    Was für mich neu war, ist die Tatsache, dass man Essig auch trinken kann. Nicht in der Form, dass man den Rest der Salatsoße trinkt, sondern pur als Aperitif. Zum ersten Mal habe ich das im Yakiniku – einem japanischen Barbecue-Restaurant in Stuttgart auf der Speisekarte gesehen. Der Trinkessig ist zwar nicht typisch japanisch, genauso wenig wie in meinen Augen, amerikanisches Entrecot, Barbarie-Ente und Iberico-Schwein, das neben anderen Sachen in dünnen scheiben zum Selbergrillen am Tisch angeboten wird, aber alles ist dort super lecker – nicht nur der Essig.

    Verschiedene Trinkessige, die der Doktorenhof herstellt, werden unter so klangvollen Namen wie Paradisius, “Engel küssen die Nacht”, “1001 Nacht Balsam” oder “Gold of Arabia” im Yakiniku in ebenso interessanten Gläsern als Aperitif oder auch als “Zwischengang” angeboten. Aber natürlich kann man beim Doktorenhof auch für den Genuss zu Hause ordern.

    Trinkesig vom Doktorenhof

    Trinkessig vom Doktorenhof

    Der Essig hat eine etwas dickflüssigere Konsistenz und gibt schon beim vorsichtigen dran Riechen einen Vorgeschmack auf das besondere, was einen da erwartet. Kostet man einen kleinen Schluck, schmeckt man natürlich die Säure des Essigs, die aber sehr gut durch eine Süße und verschiedene Aromen wie Granatapfel, Orange oder Aprikosen (je nachdem welchen Essig man trinkt) ergänzt wird. Zusammen ist es ein feiner, ausgewogener, aber sehr intensiver Geschmack, von dem ich persönlich eigentlich nicht genug kriegen kann. Aber da es sich nach wie vor um eine Säure handelt – wenn auch nur ca. 3% – sollte man es nicht in Massen trinken.

    Ich bin inzwischen ein richtiger Fan dieses Produkts. Es ist mal was anderes und überrascht Leute, die Trinkessig nicht kennen, immer wieder. Die anfängliche Skepsis weicht nach dem ersten zögerlichen Schluck einem positiv Gesichtsausdruck oder einfach einem “Woah”.  Der Trinkessig ist als Aperitif eine gute Alternative zu Portwein, Sherry oder Martini. Da Essig keinen Alkohol enthält kann er zu jeder Tages- und Nachtzeit angeboten werden, auch wenn Gäste z.B. noch fahren müssen oder aus anderen Gründen keinen Alkohol trinken wollen. Aber auch als Geschenk ist es gerne gesehen und eignet sich auch als Notgeschenk, wenn man nicht weiß, was man schenken kann, und reiht sich nicht in die Sammlung von Sektflaschen ein.

    Mein Fazit – definitv probieren. Es ist sehr lecker.

  • 22Jan

    Welcher Mann kennt ihn nicht, den Wunsch des weiblichen Partners nach einem Frühstück im Bett. Die einfache Variante wäre es sich an den Spruch zu halten: „Wenn Du Frühstück im Bett willst, dann schlaf doch in der Küche!“ Dies ist zwar im ersten Augenblick gemütlich und einfach, aber für eine Beziehung wahrscheinlich nicht unbedingt förderlich.

    Die zweite Möglichkeit wäre es, einfach den Kühlschrank zu plündern und alles, so wie es aus dem Kühlschank kommt, neben den Stapel von Tellern auf ein Tablett zu packen, Tassen mit was zu trinken daneben und sich dann Richtung Schlafzimmer aufmachen. Das bringt einem zwar schon mal einen Pluspunkt ein, aber ist so ein Anblick wirklich das, was sie sich unter einem romantischen Frühstück im Bett vorgestellt hat?

    Aber Mann kann sich natürlich noch mehr Mühe geben, was später sicher auf die eine oder andere Art belohnt wird. Zum besonderen Frühstück im Bett gehört neben den Zutaten auch die Präsentation. Wenn man sich also schon die Mühe macht, Rührei, Speck, Rösti und gebackene Bohnen zu machen, dann wäre es doch nur schön, diese nicht einfach nur auf den Teller zu klatschen, sondern sich auch über die Darreichungsform Gedanken zu machen. Bei der Ideenfindung einfach ein wenig kreativ sein. Ich habe hier z.B. die Bohnen in alte (natürlich gespülte) Marmeladengläser gepackt und mit etwas Rührei abgedeckt. Das Rösti kam in kleine Gläschen, in denen in Frankreich Flan und Pudding angeboten werden. Darauf Rührei und Speck. Der Lohn dafür war eine freudestrahlende Frau.

    Da der Valentinstag in absehbarer Zeit vor der Türe steht, werde ich also schon mal anfangen mir Gedanken zu machen, mit was für einem Frühstück ich sie dann überraschen kann.

  • 08Dec

    Bei meiner letzten Reise nach Paris hat mich mein Bekannter Song, der mir als Couchsurfer Paris gezeigt hat, unter anderem auch in ein japanisches Restaurant mitgenommen, das die leckere traditionelle japanische Küche abseits von Sushi anbietet. Klar, Japan ist bekannt für Sushi, aber es hat aus so viele andere leckere Dinge hervorgebracht. Dennoch haben auch einige Spezialitäten ihren Weg auf die Speisekarte gefunden, die für mich persönlich eher zweifelhaft sind. Dazu gehört auch Nattō.

    Auf Grund meiner spärlichen bis nichtexistenten Französischkenntnisse habe ich mich mit ein wenig Unterstützung durch die Speisekarte gewühlt und habe mich bei der Vorspeise für Tunfisch mit Nattō entschieden. Bei der Bestellung wurde ich freundlich darauf hingewiesen, dass es einen “very special taste” hätte. Ich bin von einer Marinade ausgegangen und dachte mir, so schlimm kann es ja nicht sein. Also ja. Auch von dem “are you sure” habe ich mich nicht abbringen lassen.

    Nach einiger Zeit wurde ein Schüsselchen mit einigen Stücken rohem Tunfisch unter einer Bohnenpampe serviert. Also flugs furchtlos die Stäbchen in die Hand genommen und etwas von dem Nattō zwischen die Stäbchen genommen. Schon beim leichten Anheben zog es Fäden und sah nicht gerade vielversprechend aus. Es erinnerte mich eher an Essen, das man vor dem Urlaub vergessen hat und nach dem Urlaub entsorgen muss. Aber naja, ich habe es bestellt, jetzt muss ich es auch probieren. Der Geschmack hat mich nicht wirklich überzeugt und ist schwer zu beschreiben. Für mich hat es irgendwie muffig, salzig und gar nicht lecker geschmeckt. Ich hab zwar noch ein wenig mehr davon gegessen, mich aber dann doch entschieden, nur den Tunfisch darunter zu essen. Der war definitiv genießbar.

    Nattō besteht aus gekochten Sojabohnen, die mit einem Bakterium beimpft werden und dann im Warmen ihren Dienst verichten. Das Ergebnis ist ein Schleim von denaturiertem Einweiß.

    Mein Fazit – interessant es mal gesehen und auch probiert zu haben. Aber ich muss es definitiv kein zweites mal tun.

    Filed under: Verschiedenes
    Tags:
    No Comments
  • 16Nov

    Für unsere Hochzeit hatten wir nach Platzkarten und einem kleinen Gastgeschenk gesucht, das irgendwas mit uns zu tun hat. Als wir im Fernsehen einen Bericht über die Herstellung von Bonbons mit Namenszügen gesehen haben war uns klar was wir wollten. Wir wussten nur noch nicht wo wir sie zu einem halbwegs vertretbaren Preis herkriegen. Also hat sich Line im Netz auf die Suche gemacht und ist bei Ciuciu fündig geworden.

    Florian Belgard ist für Ciuciu der kreative Zuckerbäcker und stellt neben den normalen auch die besonderen Bonbons nach Kundenanforderung her. Hierzu konnten wir aus einer großen Liste von Aromen und Farben auswählen, wie unser Bonbon später sein soll. Wir haben uns dann für ein Line und Floh in Schwarz mit lila Rand im Geschmack Cassis entschieden. Das ganze wurde von Florian Belgard und seinem Team dann in Runde Metalldosen mit Sichtfenster verpackt. Wir haben nur noch die Platzkarte draufgeklebt und dann auf den Tisch gestellt. Fertig sehen diese absolut leckeren Bonbons dann so aus:

    Bonbons als Platzkarte

    Wer sich nun fragt, wie solche Bonbons gemacht werden, hier eine kurze Erklärung: Um das Bild, das hinterher in den Bonbons zu sehen ist hinzukriegen, werden lauter einzelnen teils farbige Zuckerstangen so aufeinander gelegt, dass sie das Bild ergeben. Da es aber unmöglich wäre, so fein zu arbeiten, wie es am Ende ist, entsteht am Anfang eine Rolle, die im Durchmesser größer ist als eine CD. Diese Rolle wird dann später mit Hilfe von Wärme immer weiter in die länge gezogen, bis sie nur noch einen Durchmesser eines Fingers hat. Wenn das Material erkaltet, wird es spröde und kann dann mit einfachen schlägen abgehackt werden.

    Heraus kommen diese überaus kostlichen Überraschungen. Der einzige Nachteil bei so einer Bestellung ist, dass dies auf Grund der Machart eine bestimmte Mindestmenge erfordert. Auf Grund dessen, haben wir auch nach der Hochzeit noch einen respektablen Vorrat an Bonbons zu Hause, die vom Besuch immer wieder gerne genascht werden. Und nachdem die Hochzeit vorbei ist und das Kleid wunderbar gepasst hat, können wir jetzt auch entsprechend zuschlagen.