• 22Dec

    Ossobuco – das sind geschmorte Kalbshaxenscheiben – ist ein Gericht, das ideal zu diesem trüben Wetter passt, das zur Zeit draußen herrscht. Ein sehr kräftiger Geschmack und Fleisch, das so zart ist, dass es schon fast zerfällt.

    Aber genug erst mal vom Schwelgen in Erinnerungen. Vorab schon einen Tip – Ossobuco ist kein Gericht, dass man mal eben machen kann. Es braucht Zeit. Nicht so sehr die Vorbereitungszeit, sondern die Zeit zum Schmoren. Das haben wir “ausbaden” müssen, als wir erst spät zum Einkaufen aufgebrochen sind und entsprechend erst gegen sechs wieder zu Hause waren. Bis alles fertig war und der Bräter wieder aus dem Ofen kam, haben wir locker noch nen Film anschauen können und dann gegen halb elf gegessen.

    Hier aber erst mal zu den Zutaten für 4 Leute

    • 4 Kalbshaxenscheiben (ca. 5-6 cm dick)
    • 3-4 EL gutes Olivenöl
    • 2 große Karotten gewürfelt
    • 3 Zwiebeln gewürfelt
    • 2-3 Stangen Sellerie gewürfelt
    • 4 Zehen Knoblauch kleingeschnitten
    • 2 EL Tomatenmark
    • 400 ml Rotwein (z.B. Bardolino)
    • 5 cl Balsamessig (Aceto Balsamico)
    • 5 Fleischtomaten
    • 2-3 lange Zweige Rosmarin
    • 1 Liter Brühe
    • Salz
    • Pfeffer

    Zubereitung

    Zubereitungszeit:

    • ca. 20 Minuten Vorbereitung
    • 3 Stunden schmoren + 20 Minuten fürs Reduzieren der Sauce

    Schritt 1

    Backofen auf 150° C Umluft vorheizen. Olivenöl in einem Bräter erhitzen. Kalbshaxenscheiben salzen und pfeffern. Es bietet sich an, die Kalbshaxenscheiben mit Küchengarn zusammenzubinden, damit sie später nicht auseinander fallen. Die Kalbshaxenscheiben von allen Seiten anbraten, aus dem Bräter nehmen und erst mal zur Seite stellen.

    Schritt 2

    Das Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Knoblauch) in den Bräter geben und anbraten. Danach das Tomatenmark hinzufügen und kurz mit anbraten. Das ganze mit dem Balsamessig und Rotwein ablöschen.

    Schritt 3

    Die Fleischscheiben wieder in den Bräter geben und auf dem Gemüse verteilen. Die Tomaten vierteln und auf dem Fleisch verteilen. Rosmarinzweige drüber legen und mit der Brühe auffüllen. Das ganze kurz aufkochen lassen, einen Deckel drauflegen und im vorgeheizten Backofen für 3 Stunden schmoren lassen.

    Schritt 4

    Das Fleisch vorsichtig herausheben und auf ein Backblech geben. Das Fleisch mit Alufolie oder Klarsichtfolie abdecken und bei ca. 90°C im Ofen warmstellen. Wenn die Tomaten sich nicht aufgelöst haben, kann man sie auch vorsichtig herausnehmen und später mit servieren. Die restliche Sauce ca. 20 Minuten einkochen (um etwa ein Drittel). Die Sauce durch ein Sieb passieren, mit Salz und Peffer abschmecken, alles anrichten und servieren.

    Fazit

    Ich habe dazu Nudeln serviert, aber auch Polenta soll sehr lecker sein. Da ich auf das anfangs erwähnte Küchengarn verzichtet habe, ist mir das Fleisch in lauter Einzelteile zerfallen und fürs Anrichten eher unansehnlich gewesen. Daher habe ich kein Foto davon gemacht. Das bietet mir aber einen Grund, Ossobuco bald wieder zu machen.

    Zusammengefasst: super lecker, kräftig im Geschmack, das Fleisch zergeht richtig. Auch ideal wenn man Gäste einlädt, da man einen großen Teil der Arbeit schon 3 Stunden vorher machen kann und es auch eine kleine Verzögerung verzeiht.

  • 21Dec

    Eigentlich hatten wir uns mit Freunden getroffen um Plätzchen zu backen. Eine Tätigkeit, die einfach in die Vorweihnachtszeit gehört. Aber wie das so ist, da wir bereits früh angefangen hatten, waren wir schon am Nachmittag fertig, aber keiner hatte Lust nach Hause zu gehen. Wir hatten uns also darauf geeinigt, gemeinsam noch einen Film anzuschauen und was zu essen. Die Entscheidung mit dem Essen fiel dann mir zu. Und da an einem Sonntag die Einkaufsmöglichkeiten sehr begrenzt sind, habe ich im Vorrats- und Kühlschrank gestöbert und diverse Gläser mit eingelegten Tomaten, Artischocken, Sardellen und etwas Schafskäse zu Tage gefördert. Mit etwas Hefe und Mehl ließe sich da sicher was draus machen. Da wir nicht genug Käse hatten, war die Pizza aus dem Rennen, weswegen wir uns für den dicken Bruder der Pizza – die Focaccia entschieden.

    Focaccia ist vom Teig her eigentlich das gleiche wie eine Pizza, wird aber nicht so dünn ausgerollt, so dass das Ergebnis einem Fladenbrot ähnelt. Der Teig besteht in der Basis aus Mehl, Hefe, ein wenig Salz, ein wenig Zucker, Wasser und etwas Olivenöl. Man kann ihn aber auch problemlos um weitere Zutaten wie Nüssen, eingelegte Tomaten, Oliven oder frischen Kräuter erweitern. Ich habe auch schon Rezepte gesehen, die Würfel von San Daniele Schinken und gerösteten Fenchelsamen in den Teig tun. Das ganze wird dann ja nach Wunsch belegt und mit Olivenöl beträufelt.

    Da wir uns nicht einigen konnten, haben wir verschiedne Teile gemacht.

    Grundrezept für den Teig:

    • 500g Mehl
    • 20g Hefe
    • 350ml warmes Wasser
    • 1 TL Salz
    • 1 TL Zucker
    • 1 EL Ölivenöl

    Schritt 1:

    Lösen Sie die Hefe in warmem Wasser auf und fügen Sie Salz und Zucker hinzu. Geben sie das Wasser mit der Hefe und das Olivenöl zum Mehl und verkneten Sie es zu einem Teig. Es sollte ein geschmeidiger Teig werden. Kneten Sie ggf. alle weiteren Zutaten, die in den Teig sollen, ein. Stellen Sie den Teig an einen warmen Ort und lassen Sie ihn 30 Minuten gehen.

    Schritt 2:

    Kneten Sie den Teig, der inzwischen aufgegangen sein sollte, nochmals kräftig durch. Und lassen ihn für eine weitere Stunde gehen.

    Schritt 3:

    Kneten Sie den Teig kurz durch und rollen sie ihn dick auf einem Blech aus. Drücken Sie mit dem Finger Vertiefungen in den Teig. Wenn gewünscht belegen Sie den Teig mir Zutaten wie Schinken, eingelegten Tomaten oder anderen Dingen. Auch wenn sie keinen anderen Belag drauf tun möchten, bietet es sich an, frische Kräuter wie Rosmarin oder Thymian, Salz und Pfeffer drauf zu tun. Am Ende noch mit Olivenöl beträufeln, dass sich dann in den Vertiefungen sammeln kann.

    Schritt 4:

    Lassen sie den Teig nochmals ca. 15 Minuten ein wenig aufgehen. Schieben Sie danach das Blech bei 220°C für 20 – 25 Minuten in den Ofen.

    Tipps: Kleingeschnittene eingelegte Artischockenherzen eigenen sich nicht als Belag, da sie durch das Backen sehr hart werden können. Sardellenfilets geben dem ganzen eine leckere salzige Note. Wenn Sie mitgebacken werden, haben sie danach eine sehr pastöse Textur und zergehen mit einem leckeren salzigen Geschmack auf der Zunge. Warm essen ist durchaus angebracht, aber auch kalt ist es noch sehr lecker, da es nicht einfach ein lätschiges Stück Teig ist – wie man es ja von der Pizza kennt.

  • 19Nov

    Das Wochenende stand mal wieder vor der Tür und ich habe mit Line am Frühstückstisch überlegt, was wir kochen und einkaufen sollen. Nach kurzer Überlegung haben wir uns entschlossen, mal wieder Malfatti zu machen. Das sind extrem leckere Spinat-Ricotta-Nocken aus der Lombardei.

    Also haben wir Spinat, Ricotta, Parmesan und noch ein paar andere Sachen auf die Liste gesetzt und uns dann auf den Weg gemacht. Aber – wie könnte es anders sein – haben wir die Einkaufsliste zu Hause liegen lassen und standen jetzt vor der Aufgabe, die notwendigen Sachen so zu finden. Eigentlich hat das ganz gut geklappt. Naja, eigentlich – wir haben eben ein paar Sachen mehr mitgenommen und andere dafür vergessen und das haben wir dann erst am Sonntag gemerkt, als ich die Sachen für’s kochen rausgesucht habe.

    Parmesan, Ricotta, Mehl, Eier, Zwiebeln und Butter – alles war da, nur eben der Spinat nicht. Und das macht es natürlich nicht gerade einfach Spinatnocken zu kochen. Aber was tun sprach Zeus? Ich habe erst vor ein paar Tagen auf delicious:days einen Eintrag gelesen, in dem sie Gnocchi aus Kürbis statt Kartoffeln gemacht haben. Und da ich das dann auch gleich ausprobiert habe und begeistert war, dachte ich mir, warum soll ich denn bei den Malfatti nicht auch einfach den Spinat ersetzen? Klar, es ist ein traditionelles Gericht und das verändert man eigentlich nicht, aber was sollte ich machen. Also habe ich den Gefrierschrank einer Inventur unterzogen, hab nen Beutel mit TK-Brokkoli rausgefischt und mich an die Arbeit gemacht.

    Malfatti

    Malfatti

    Schritt 1: Brokkoli kochen und in kleine Stücke hacken. Außerdem die Zwiebeln fein hacken und in Butter andünsten. Wenn die Zwiebeln glasig sind, den Brokkoli zugeben und auskühlen lassen.

    Schritt 2: Den Ricotta cremig rühren und mit der Hälfte des Parmesans und den Eiern unter den Brokkoli mischen. Nach und nach das Mehl unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

    Schritt 3: Mit zwei Esslöfel aus dem Teig Nocken formen und in kochendes Salzwasser geben. Die Malfatti sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen.

    Man kann Sie entweder als Beilage essen oder sie im Backofen mit Butter und dem Rest des Parmesans nochmals kurz überbacken und dann als eigenständiges Gericht essen. Obwohl wir Brokkoli statt Spinat verwendet haben, waren wir sehr begeistert. Mal eine andere Art, den Brokkoli zu verwenden. Wir haben noch ein paar geröstete Pinienkerne dazugegeben, was dem ganzen noch einen netten Kick gegeben hat.

    Zutaten:

    • 600g Spinat (oder wie in unserem Fall Brokkoli)
    • 150g Ricotta
    • 100g frisch geriebener Parmesan
    • 200g Mehl
    • 100g Butter
    • 1 mittelgroße Zwiebel
    • 2 Eier
    • 1 Eigelb
    • Salz
    • Pfeffer
    • Muskat